Die Entwicklung der Landesberufsschule Langenlois

Mit Beginn des Schuljahres 1961/62 wurde in Langenlois vorerst im alten Franziskanerkloster die Landesberufsschule Langenlois ins Leben gerufen.

Die Gründung ging auf den Landeshauptmannstellvertreter Komm.-Rat. Ing August Kargl, dem damaligen Bürgermeister von Langenlois zurück. Er gab damit der Wirtschaft seiner Heimatstadt einem mächtigen Impuls. Im März 1961 wurde daher das Franziskanerkloster einer Zweck-Adaptierung unterzogen und es konnte am 23. Oktober 1961 mit dem Unterricht begonnen werden. Im ersten Schuljahr wurden bereits 15 Klassen mit 367 Schülern geführt. Das Lehrerteam bestand damals aus dem Leiter und 7 Berufsschullehrern sowie einem Schulwart. Im zweiten Schuljahr konnte die Schüleranzahl bereits auf 652 gesteigert werden. Die Schülerzahl erreichte in den Jahren 1982/83 mit rund 2.000 Lehrlingen ihre Höchstzahl und nahm bis zum Schuljahr 2000/01 auf einen Stand von 1.200 ab. Im Schuljahr 1967/68 wurden erstmals auch Dachdeckerlehrlinge aus den Bundesländern, Niederösterreich, Wien Burgenland, Kärnten, Salzburg und Tirol eingeschult. Im Jahr 1964 wurde mit der Errichtung des neuen Schulgebäudes begonnen, in dem heute 13 Klassen geführt werden können. Im Jahr 1970 wurde dieses Gebäude fertiggestellt und voll in Betrieb genommen. Um auch im Schülerheim den Anforderungen für Unterbringung und Verpflegung gerecht zu werden wurde in den Jahren 1969 bis 1971 ein Internatszubau an das bestehende Franziskanerkloser durchgeführt. Im Jahr 1999 begann wieder eine Neugestaltung des Schülerheimes mit einer Sanierung der Wohn- und Schlafräume. Gleichzeitig schuf man geeignete Aufenthalts- und Spielräume wie Fitnessraum, Tischtennisraum und vieles mehr. Im großen Innengelände befinden sich Sportanlagen, wie ein Fußballplatz , Tischtennistische, Street-Ball- und Volleyballplatz. Die Eröffnungsfeier dieser Umbauten fand im Herbst 2001 statt. Im Jahr 1986 bauten wir die Werkstätten für die Dachdeckerlehrlinge wieter aus und diese stellen somit eine moderne Ausbildungsstätte für diese Berufsgruppe dar. Für die Maurerlehrlinge wurde ein Grundstück in Schulnähe, das ehemalige Ziegelofengelände der Firma Hammerer, von der NÖ Bauinnung angekauft und für die Errichtung einer  modernen Lehrwerkstätte zur Verfügung gestellt. Aufgrund eines Planungswettbewerbes der Bauinnung im Jahre 1986 entstand ein Entwurf für eine moderne Bauhofanlage. Mit Beginn des Jahres 1987 wurde die erste Baustufe dieses Projektes in Angriff genommen. Es waren dies die Hallen 5 und 6 sowie die Tiefbauhalle. Diese 3 Hallen konnten 1988 in Betrieb genommen werden. Im Jahr 1987 erneuerten wir die Dacheindeckung des gesamten Franziskanerklosters. Die Übergabe des Lehrbauhofs der Dachdecker für den Schulbertrieb erfolgte ebenfalls im Schuljahr 1987/88. Gleichzeitig wurde das 1. österreichische Dachdeckermuseum am Bauhofgelände eröffnet. Im Jahr 1988 nehmen die Dachdecker die Außenanlagen (Modellgarten) in Betreib. Im Schuljahr 1988/89 wurde der Bau eines Steildaches am Schulgebäude beschlossen und realisiert. Im selben Jahr sanierten und verschönerten wir in Eigenregie sämtliche Fassaden der Schule und des Schülerheimes. die Sporthalle, die auch von den Hauptschülern und diversen Sportvereinen genützt wird, wurde 1991 ihrer Bestimmung übergeben. In den Sommerferien 1991 wurde die Heizanlage auf Erdgas umgestellt. Auf Initiative der Bauinnung konnte im Jahr 1993 im ehemaligen Kirchenraum des Klosters ein "Maurermuseum" eingerichtet werden. Und im Jahr 2000 konnte die Neugestaltung des Haupteinganges in der Walterstraße mit einem Zubau - der auch als Seminarraum verwendet werden kann - abgeschlossen werden. Seit Mitte des Jahres 2009 wird unsere Schule umgebaut. Die Größe der Klassenräume wird der Klassenschülerhöchstzahl angepasst und es werden Computerräume mit modernster Technik belebt. Alle Klassenzimmer werden mit "Activeboards" ausgestattet welche einen multimedialen Unterricht ermöglichen. Die Fertigstellung ist mit Herbst 2011 anberaumt.